Fazit der BUT: Einige murren, andere sind zufrieden
So richtig gelungen waren die Bautzener Unternehmertage (BUT) anscheinend nicht. Einige Aussteller und Besucher kritisierten das Konzept, weniger Unternehmen als 2009 ließen sich blicken und das Rahmenprogramm ließ zu wünschen übrig. Zeit, etwas Neues auszuprobieren?
Im Wirtschaftsförderungsamt zeigt man sich zufrieden mit der BUT. „Die Fachbesucher kamen aus der gesamten Oberlausitz und Bautzen präsentierte sich als Wirtschaftszentrum“, erklärte Amtsleiter Eckehard Oßwald auf WochenKurier-Anfrage. „Ich glaube nicht, das etwa 12.000 Besucher zu wenige waren. Die Besucherzahl schwankt, wie auf allen anderen Messen auch.“
Besonders dürftig, was die Besucher anbelangt, sah es am Freitag aus. „Der Freitag ist auf vielen Messen der besucherschwächste Tag“, so Oßwald. „Über Ansätze zur Verbesserung wird diskutiert.“ Aus seiner Sicht war am Wochenende genügend los.
Die, die kamen, hatten nicht ganz so viel zu sehen. Zwar wurden im Vorfeld 200 Aussteller angekündigt, 185 waren es am Ende. Besonders der Außenbereich wirkte leer. Trotzdem waren die Flächen ausgebucht. „Die genutzte Fläche lag in diesem Jahr bei etwas über 2.500 Quadratmetern, während es 2009 nur etwa 2.300 Quadratmeter waren“, erläutert Angela Alke von der Beteiligungs- und Betriebsgesellschaft Bautzen mbH, Veranstalter der BUT. Sie teilt die Kritik nicht: „Die Stände der Aussteller waren im Durchschnitt größer, was letztlich der Attraktivität der Stände zugute kommt.“ An denen tummelten sich jedoch nicht so viele Schüler wie erwartet, weiß auch Jeanette Schneider von der IHK-Geschäftsstelle Bautzen. Sie setzt jedoch auf Qualität statt Quantität, will nicht, dass die Schüler einfach hingehen, weil sie müssen, oder weil es an dem Tag schulfrei gibt, sondern weil sie wirklich interessiert sind. Doch: Ist es von den 15-Jährigen doch zu viel erwartet, den 58-Jährigen Geschäftsführer eines bekannten Unternehmens anzusprechen? „Man kann natürlich erwarten, dass die Schüler auf die Unternehmer zugehen. Aber im Projekt „Berufemarkt“ orientieren wir immer darauf, dass es besser ist, wenn Lehrlinge am Stand selbst über die Ausbildung informieren. Da ist die Hemmschwelle nicht so hoch.“ 100-prozentig umsetzen konnten sie es nicht. Oder – noch nicht? „Wir stricken an einem neuen Konzept für den Berufemarkt Bautzen“, erklärt sie. Ob es nach der diesjährigen BUT einen Richtungswechsel mit mehr überregionalen Stars oder einer anderen Form der Unternehmenspräsentation geben wird, ist noch offen. „Eine Entscheidung dieser Art läge bei der BUT-Strategierunde“, so Eckehard Oßwald abschließend.
Information aus dem BAUTZNER WOCHENKURIER vom 29. September 2010
Eingetragen am: 05.10.2010
‹
1 ...
678910111213141516 ...
23
›